Zuwachs in der JWE-Baumann-Familie

by JWE Baumann in Aktuelles

Die JWE-Baumann Unternehmensfamilie wächst: Zum Jahresbeginn 2019 hat Jürgen Weiß als geschäftsführender Gesellschafter den Anlagenbauer Banss in Biedenkopf übernommen – eine Investition, die beide Unternehmen aufwertet und den Kunden viele Vorteile bringt.

Neustart für Traditionsunternehmen Banss

Schneller, flexibler, individueller:

An der Seite von JWE-Baumann geht der Spezialist für Schlacht- und Fördertechnik wieder in die Offensive

Mit Jürgen Weiß als geschäftsführendem Gesellschafter hat die neue Banss GmbH mit Beginn des Jahres 2019 den Geschäftsbetrieb aufgenommen. „Banss ist ein renommierter Anlagenbauer, den wir mit frischen Ideen und neuen Strukturen wieder zum Erfolg führen werden“, sagt Jürgen Weiß, der Inhaber von JWE-Baumann, zum Einstieg bei dem Traditionsunternehmen aus dem hessischen Biedenkopf.

Der mehr als 140 Jahre alte Hersteller von Schlacht- und Fördertechnik hatte im April 2018 Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden müssen. Im August 2018 wurde ein Regelinsolvenzverfahren eröffnet und Silvio Höfer von der Anwaltssozietät anchor Rechtsanwälte zum Insolvenzverwalter bestellt. Nachdem Verkaufsverhandlungen mit mehreren Interessenten gescheitert waren, hatte im Dezember Jürgen Weiß das Unternehmen übernommen. „Dafür sprachen drei gute Gründe“, so Jürgen Weiß, „Banss hat einen guten Namen, der in der Branche weltweit bekannt ist, eine hochmotivierte Mannschaft und ein sehr gutes Produktportfolio.“  Zunächst wird sich das Unternehmen weiter auf Service und Ersatzteilherstellungen für Schlachtanlagen konzentrieren. Im nächsten Schritt wird Banss wieder komplette Schlachtanlagen anbieten

Mit dem Verkauf von Banss war die Beratungsgesellschaft FalkenSteg Corporate Finance betraut. Johannes von Neumann-Cosel, Partner bei FalkenSteg, zeigt sich über den neuen Eigentümer erfreut: „Mit JWE-Baumann hat Banss ein gutes neues Zuhause gefunden. Das Unternehmen wird unter der Führung der Familie Weiss und mit den Herren Thilo Weide und Harald Weide neu erblühen. Wir sind froh, einen so zielorientierten und tatkräftigen Investor gefunden zu haben.“

Neben den technischen Anlagen und den zum Zeitpunkt der Übernahme noch verbliebenen rund 30 Mitarbeitern hat Jürgen Weiß auch alle immateriellen Werte der alten Banss-Gesellschaft – Patente, Namensrechte, Konstruktionspläne – erworben. „Zusammen mit dem Know-how der Mitarbeiter stellt dies einen ungeheuren Wert dar, mit dem wir in Zukunft gut arbeiten können.“  Ein weiteres gewichtiges Argument für die Übernahme-Entscheidung war, dass sich Banss und JWE-Baumann hervorragend ergänzen. Während die JWE-Baumann GmbH, die vor allem bei Brüh- und Enthaarungssystemen zu den weltweit führenden Anbietern gehört, in erster Linie mittelständische Kunden als Kernzielgruppe anspricht, hat Banss auch Anlagen für Stückzahlen im industriellen Maßstab im Programm. „Banss kann dort weitermachen, wo JWE-Baumann bisher aufgehört hat“, sagt Jürgen Weiß, „die Erweiterung bedeutet letztlich für beide Unternehmen ein großes Upgrade in punkto Service und Produktpalette, weil wir vom Handwerksbetrieb bis zum Konzern die richtigen Lösungen haben.“

Auch wenn beide Unternehmen weiterhin getrennt geführt werden, sind Zusammenarbeit und Kooperationen ausdrücklich erwünscht. „Künftig können wir beispielsweise JWE-Baumann-Anlagen für kleinere Schlachtbetriebe mit Fördertechnik von Banss anbieten“, so Jürgen Weiß, „auf lange Sicht werden beide Firmen profitieren.“ Bestärkt wird Jürgen Weiß darin durch erste Reaktionen aus dem Markt. „Das bisherige Feedback von Kundenseite, sowohl bei Banss wie bei JWE-Baumann, ist einhellig positiv.“

Höchste Qualität, technische Innovation und individueller Service: mit diesen drei Grundsätzen hat Jürgen Weiß in etwas mehr als 20 Jahren aus einem Zwei-Mann-Betrieb den weltweit operierenden Spezialmaschinenbauer JWE-Baumann gemacht. An diesen Leitlinien orientiert sich jetzt auch die Neuausrichtung von Banss. “Know-how, Erfahrung und Engagement sind in überreichem Maß vorhanden“, so Jürgen Weiß, „was wir jetzt brauchen, sind flache Hierarchien, damit wir schneller und flexibler reagieren und individueller auf Kundenwünsche eingehen können. Dann ist Banss auch wieder gegenüber den Marktführern konkurrenzfähig.“

Die ersten Schritte der Neuausrichtung hatte bereits der Insolvenzverwalter Silvio Höfer umgesetzt. „Die Fortführung des Service- und Ersatzteilgeschäfts im eröffneten Insolvenzverfahren war ein notwendiger Schritt, um das Unternehmen zu retten. So konnten der profitable Teil des Unternehmens und rund 30 Arbeitsplätze in Biedenkopf erhalten werden“, meint Silvio Höfer.

Am Standort Biedenkopf will Jürgen Weiß festhalten und dort auch investieren, zum einen in Produktinnovationen, zum anderen in die Technik. Im ersten Schritt wird das IT-System auf den neuesten Stand gebracht. Mittel- bis langfristig soll auch die Mitarbeiterzahl bei Banss wieder wachsen. „Wichtig ist dabei, dass wir eine Größe behalten, mit der wir zwar große Anlagen stemmen können, aber nicht jeden Auftrag um jeden Preis annehmen müssen“, so Jürgen Weiß.

Die Keimzelle von Banss war 1868 ein Handwerksbetrieb für Modellschlosserei und Kunstschmiedearbeiten in Biedenkopf. Seit 1935 wird Schlachttechnik gefertigt. Banss entwickelte sich zu einem der Weltmarktführer für Schlacht- und Fleischverarbeitungssysteme sowie Lager- und Kühlraumsysteme und beschäftigte zeitweilig mehr als 200 Mitarbeiter.

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